Ich weiss ich habe mir etwas Zeit gelassen, aber hier ist ein kleiner Bericht vom Groezrock:

8:04Uhr

Mit minimaler Verspätung gings los, Treffpunkt war die Tankstelle am Fuße des Kronenbergs.
Voller Enthusiasmus waren die ersten, sagen wir, 700 Meter noch spassig; dann verlor ich meine Mütze. Wie ich meine Mütze verloren habe fragt ihr euch? Naja, ich hab meinen Kopf aus dem Fesnter gestreckt.
Egal, Schwamm drüber. Nach einer guten Stunde Fahrt, einem kleinen Umweg und einem staubigen Maisfeld waren wir dann endlich da: Groezrock.
Schöne ländliche Gegend, ein Hauch von Scheiße in der Luft. Natürlich habe ich meine Karte im Auto vergessen und musste noch mal kurz zurück, aber das vergessen wir am besten ganz schnell wieder.
Um den Text in einer leicht konsumierbaren Länge zu halten, erspare ich euch den Rest und springe direkt zum ersten musikalischen Leckerbissen.

The Street Dogs

Ich muss gestehen, ich habe mir vorher nichts von den Street Dogs angehört und wusste nur, dass es die neue Band vom alten Dropkick Murphys Sänger Mike McColgan ist.
Jedenfalls war erstmal Action angesagt. Die ersten Circlepits kamen ins rollen und es galt, gepflegte Pub-Stimmung zu verbreiten. Nach einer kleinen Klettereinlage die Mike McColgan bis an die Decke des Zeltes führte, waren die Street Dogs auch schon wieder weg.
Nachdem ich dann auch meine Cousine getroffen hatte wurde es langsam Zeit für die Mad Caddies.

Mad Caddies

Mit neuem, leicht reaggelastigem, Album verbreiteten die Jungs sommerliche Laune passend zum Wetter. Vielleicht sei hier noch einmal das Zelt erwähnt, dass über der Bühne und dem PLatz davor aufgebaut war. Bis in den späten Nachmittag hinein konnte man es darunter echt gut aushalten.

Ich könnte jetzt noch vom Auftritt von MxPx berichten und wie die ihre Instrumente hin und her geschmissen haben, oder vom kurzen Ausflug zurück zum Parkplatz, aber ich mache einfach mal direkt weiter.

Rise Against

Der absolute Höhepunkt! Irgendwie ist es schon komisch, den eigentlichen Headliner mitten am Tag spielen zulassen, aber wer weiss, was sich die Veranstalter dabei gedacht haben.
Es war jedenfalls der Hammer. Das Publikum ist voll abgegangen, sang jedes Lied mit. Großartig! Ich bin immer noch sprachlos, nicht mehr heiser, nur sprachlos.

Lagwagon

Ich weiss, dazwischen kamen noch Strungout, aber nach Rise Against brauchten wir erstmal alle eine Pause.
Das war jetzt insgesamt mein 3. Lagwagon Konzert und es fing an wie immer. Die Jungs kommen auf die Bühne, sind gut angetrunken und verbreiten allgemeine Lustlosigkeit.
Aber diesmal, war es doch irgendwie anders.
Optisch fiehl einem direkt Joey Capes Gesichtsbehaarung auf, die an Terroristen aus dem nahen Osten erinnerte. Die ersten Sprüche gingen erstmal gegen die Jimmy Eat World Fans, die sich aus irgendeinem Grund in die erste Reihe verirrt hatten. “Sorry, we are not Jimmy Eat World.”
Doch dann ändert sich alles sehr schnell. Irgendwie hatte Joey Cape plötzlich eine Gitarre in der Hand und spielte ein Lied an. Womit er anscheinend nicht gerechnet hatte war, dass plötzlich alle im Publikum anfingen, den Text mitzusingen. Offensichtlich beeindruckt, besserte sich auf einen Schlag seine Laune und das Konzert wurde richtig gut; definitiv ein Highlight des Tages.

Jimmy Eat World / Lost Prophets
Jimmy Eat World waren auf meinem ersten Festival, dem letzten Bizarre-Festival 2002. Damals ging mir Samstags die Brille kaputt und ich war etwas eingeschränkt was den weiteren Verlauf des Wochenendes anging. Jedenfalls fühlte ich mich stark daran erinnert, als ich irgendwo abseits der Bühne auf der Wiese saß und mir Jimmy Eat World anhörte. Irgendwie kam es mir so vor, als würde nsie genau die gleichen Lieder spielen wie vor 5 Jahren. Kein Wunder, seit dem haben sie erst ein neues ALbum produziert. Wie kann man denn bitte eine Band auf einem Festival spielen lassen, die seit Jahren nichts neues mehr gemacht haben und als Entschuldigung nicht mal eine richtige Trennung vorweisen können?
Nach 20 Minuten entschieden wir uns dann nach Hause zu fahren. Um 23:59 Uhr erreichten wir wieder die Heimat und knackten fast gleichzeitig noch die 100.000 Kilometer-Marke des Autos. Was ein Tag.


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Konzerttour ‘07: Groezrock: Review

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